Osmanische Herberge


Juma-Ansprache (Khutba) zu den
Terror-Anschlägen in London

von Scheikh Hassan Dyck

 

Freitag, 8. Juli 2005
Offener Brief zu den Anschlägen in London vom 7. Juli 2005

Audhu billahi min ash-shaytan ir-rajim,
Bismillahi r-Rahmâni r-Rahîm ,

hiermit möchten wir alle Muslime, Gläubige aller Religionen und gutwillige Menschen auffordern, sich mit uns gemeinsam gegen diejenigen Übeltäter zu stellen, die in ihrem irreführenden, krankhaften Wahn die Taten vom 7. Juli in London zu verantworten haben.

Sie nennen sich Diener Gottes und führen tatsächlich das aus, was der Teufel, der gemeinsame Feind aller Menschen, ihnen einflüstert. Ein Muslim ist laut dem Propheten Mohammed s.a. jemand, vor dessen Hand und Zunge ein Mensch sicher sein kann. Deshalb sind solche Übeltäter nicht als Muslime zu bezeichnen, d.h. wir gehören nicht zu ihnen und sie nicht zu uns.

Es genügt nicht, sich still zu distanzieren, sondern wir bieten, wie schon in vergangenen Zeiten, unsere aktive Hilfe an, um solche Taten in Zukunft zu verhindern. Dazu rufen wir jeden auf, der für Gerechtigkeit, Frieden und Barmherzigkeit eintritt.

Alle Muslime sollten sich daran erinnern: Solche Taten auch nur gutzuheißen oder sie zu tolerieren, ist nach islamischem Recht eine Straftat.

Der Terror kann nur mit uns Muslimen gemeinsam wirksam bekämpft werden

da diese Verbrecher vorgeben, aus islamischen Motiven zu handeln. Daher sind wir Muslime am besten dazu geeignet, sie zu entlarven.

Wir beten zu Gott, unserem Schöpfer, dass er alle Menschen rechtleiten und schützen möge.

Ihr

Hassan Abdul Ahad

Vorsitzender Haqqani Trust Deutschland e.V.
Leiter der Osmanischen Herberge, Kall/Eifel


Juma-Ansprache (Hutba) zu den
Terror-Anschlägen in London
von Scheikh Hassan Dyck