Osmanische Herberge

 

Pressestimmen zum 8. Sufi-Soul
Open Air- Festival 2007

Afrika, Orient und Jazz
Festival in Sötenich

SÖTENICH. Sufi-Festivals haben in der orientalischen Welt von Marokko bis Pakistan eine lange Tradition. Auch in Europa ist muslimische Musik lebendig und lässt durch die Berührung mit westlichen Kunstformen oft Neues entstehen.

Die Verantwortlichen des Sötenicher Sufi-Soul-Festivals, das zum siebten Mal stattfand, haben es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Musikern ein Podium zu bieten. Unter dem Motto „Like in Afrika“ fanden sich die Besucher im Garten der Osmanischen Herberge, Deutschlands „Sufi-Zentrum“, ein. Hassan Peter Dyck, Sufi-Musiker und Leiter des spirituellen Zentrums, eröffnete das zweitägige Festival.

Ein orientalischer Markt bot viel fürs Auge und reizte den Geruchssinn. Im Angebot war internationale Küche: Neben Döner gab’s Speisen aus Indonesien und Afrika. Eine Mokka-Ecke bot ein schattiges Plätzchen. Zehn Künstler und Gruppen steuerten die kleine Bühne in Sötenich an. Highlight des ersten Tages war der Auftritt der Gruppe „Jam Salam“. Fetzige Reggae-Töne klangen durch die Lautsprecher, der Funke sprang sofort auf das Publikum über.

„Night-Special“ war der in der Szene bekannte Hip-Hop Sänger „Ammar“. Er reiste direkt aus München an. „Besonders bei jungen Moslems ist er sehr bekannt, da er die junge Szene verkörpert“, sagte Mitorganisator Ahmad Adamek.

Auch für die Jazz-Freunde wurde etwas geboten: Hans Hartmann war zu Gast in Sötenich. Hartmann wurde vor allem durch sein Instrument, den Chapmanstick, bekannt. Es ist ein Instrument mit ungewöhnlichem Tonumfang, das dem Musiker gestattet, die Methode, mit beiden Händen die Saiten anzuschlagen, zu einem verblüffenden Effekt auszugestalten: Es klingt wie verschiedene Instrumente – von drei oder vier Leuten gleichzeitig gespielt.

Auch hieß es Bühne frei für Hassan Dyck, die „Drumming- Gang“ Brotherhood sowie „Uhuru und die löwenstarken Trommler“. Künstler und Publikum zeigten sich am Ende sehr vom Festival beeindruckt. Grund zur Fortsetzung, die sich im kommenden Jahr thematisch mit den Ländern Pakistan und Indien befasst.

(aus: Kölnische Rundschau 15.8.)

 

 

 

Musikalischer Trip durch Afrika

Kall-Sötenich - Afrika lag am Wochenende für Eifeler und Gäste aus den umliegenden Städten quasi gleich nebenan. In der Osmanischen Herberge in Sötenich fand zum achten Mal in Folge das „Sufi-Soul-Festival“ statt. In diesem Jahr stand es unter dem Motto „Like in Africa“.

Hunderte von Besuchern fanden am Samstag und Sonntag den Weg in das etwas maurisch anmutende Gebäude und den dazugehörenden Innenhof. Sie genossen die heißen Rhythmen, die durchweg das Programm bestimmten. Eine echte „Entdeckung“ erlebten die Gäste am Samstagnachmittag. Der junge Gitarrist und Sänger Chaldun präsentierte mit großer Leidenschaft Reggae, Hip-Hop und World Music. Scheikh Hassan Dyck, Initiator des Festivals und selbst studierter Musiker (Cello), zeigte sich ganz begeistert von so viel Talent.

Ab 19 Uhr sorgte die international besetzte Gruppe „Jam Salam“ dafür, dass die Sonne in Sötenich eigentlich noch lange nicht unterging. Bei „Jam Salam“ stand ebenfalls der Reggae im Vordergrund, gefolgt von Afro Beat, Funk und Fun. Wobei Fun sich auf die Art bezog, wie die Künstler ihre musikalische Mission zum Besten gaben. Jeder durfte am Bühnengeschehen teilnehmen, tanzen und singen bis zum Abwinken.

Ein kleines blondes Mädchen, von Neugierde gepackt, erklomm die Bühne und wagte sich ganz nah an die weißen Trommeln heran, die sich vor ihr auftürmten. Weggeschickt wurde das Kind nicht - im Gegenteil. Es durfte sich umschauen, so lange es wollte.

Gegen 21 Uhr wollten die Musiker schließlich ihre Instrumente einpacken, doch so einfach kamen sie nicht davon, das Publikum entlockte der Band noch etliche Zugaben.

„Löwenstarke Trommler“

Bis in die Nachtstunden ging es in der Osmanischen Herberge noch weiter. Zunächst spielte der berühmte Jazz-Bassist Hans Hartmann auf seinem „Chapmanstick“, danach kam Hip-Hop-Sänger Ammar, der kurz vorher erst auf dem Kölner Flughafen gelandet war, angebraust. Den Sonntag gestalteten unter anderem Hassan Dyck, die „Drumming-Gang“ Brotherhood sowie „Uhuru und die löwenstarken Trommler“.

Begleitet wurden die musikalischen Darbietungen von einem kleinen Marktgeschehen und einem köstlichen Essensangebot. Zufrieden registrierte Hassan Dyck die große und vor allem gute Resonanz, die das Festival in diesem Jahr bei den Gästen von nah und fern hervorrief. Dyck: „Das sind wohl die Früchte des Durchhaltens. Wenn man seine Türe öffnet und die Leute kommen - das ist das Schönste.“ Vorurteile könnten auf diese Weise abgebaut werden.

Seit den Anfangstagen des Sufi-Soul-Festivals haben die Organisatoren viel dazugelernt. Im vergangenen Jahr überschrieben sie das Festival erstmals thematisch, was sich bewährt hat. Im kommenden Jahr werden die Länder Indien und Pakistan im Zentrum des Geschehens stehen.

(aus: Kölner Stadt Anzeiger 13.8.)

Link

http://www.ksta.de/html/artikel/1186044284729.shtml

 

 

 


Copyright 1996-2007© Osmanische Herberge